POLITIK

Migration: schwierige Lage in Triest/ Trst

13.700 Migranten und Flüchtlinge sind in den ersten acht Monaten dieses Jahres über die Balkanroute und über die Grenzen zu Slowenien und Österreich in die nordöstliche italienische Region Friaul-Julisch Venetien gekommen. Dies berichtete der italienische Innenminister Matteo Piantedosi vorige Woche vor der Abgeordnetenkammer in Rom.

Die Zahlen bestätigen einen Aufwärtstrend, der bereits im Jahr 2021 begonnen hat, erklärte der Minister in einer Fragestunde.

„Um die Widerstandsfähigkeit des Aufnahmesystems zu gewährleisten, wurde ein Mechanismus für die systematische Verlegung von Migranten in Aufnahmezentren in anderen Regionen aktiviert“, sagte Piantedosi.

Menschenrechtsorganisationen in Triest/ Trst warnten vor kurzem vor einer Notlage, da die Plätze in den Aufnahmezentren nicht ausreichen. Infolgedessen schliefen über 500 aufnahmeberechtigte Asylbewerber in Triest auf der Straße.

Der Bürgermeister von Triest/ Trst, Roberto Dipiazza, hatte zuletzt wegen der hohen Zahl von Migrantenankünften einen Ausnahmezustand in seiner Stadt beklagt. Als Unterkunft für die Migranten schlägt der Bürgermeister die Nutzung vieler Kasernen in der Region Friaul Julisch Venetien vor, die leer stehen.

Der Innenminister erklärte vor der Abgeordnetenkammer, die Regierung in Rom arbeite an einem Maßnahmenpaket zur Stärkung der öffentlichen Sicherheit. Damit soll unter anderem die Zahl der Polizeikräfte aufgestockt werden.