WIRTSCHAFT

Rekordergebnis für Hafen von Triest/ Trst

Triest/ Trst hat 2022 seine Position als stärkster Hafenstandort Italiens weiter verfestigt. Der Hafen schloss das vergangene Jahr mit einem Rekordergebnis sowohl im Waren- als auch im Passagierbereich.

„Trotz der Pandemie und des Ukraine-Konflikts, die die Energiekrise verschärft und den Welthandel gebremst haben, hat das Hafensystem der östlichen Adria im Jahr 2022 beispiellose Meilensteine erreicht“, teilte die Hafenbehörde in einer Presseaussendung am Freitag mit.

Der Hafen schloss das vergangene Jahr mit einem Rekord von 877.795 umgeschlagenen TEU (20-Fuß-Standardcontainer; Anm.) ab. Dies entspricht einem Plus von 15 Prozent gegenüber 2021 und von 11 Prozent gegenüber dem Jahr vor der Pandemie 2019. Insgesamt 57,5 Millionen Tonnen Waren wurden im vergangenen Jahr umgeschlagen. Wenn man auch den friulanischen „Schwesterhafen“ Monfalcone (Monfalcon/ Tržič/ Falkenberg, Anm.) berücksichtigt, steige die Zahl auf 61 Millionen Tonnen, teilte die Hafenbehörde mit.

Die Anbindung an die Bahn wurde auch heuer deutlich ausgebaut. 9.536 Züge fuhren 2022 vom Hafen von Triest/ Trst ab, was einem Plus von 2,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 entspricht. Bei den Kreuzfahrten verzeichnete der Hafen mit 532.935 Passagieren einen weiteren Rekord. So wurden 437.336 Kreuzfahrtpassagiere gemeldet, 2021 waren es 127.197 gewesen.

„Die Pandemie und der Krieg in der Ukraine haben uns nicht im Geringsten aufgehalten. Wir haben keinen Verkehr verloren, sondern sogar einige Rekorde erzielt, weil wir weiter investiert haben. Heute sind wir ein Hafen, der immer weniger vom Erdöl abhängig ist, da wir unser Angebot in den letzten Jahren schrittweise diversifizieren konnten“, sagte der Chef der Hafenbehörde Zeno D Agostino.

Der Freihafen in Triest/ Trst wurde am 18. März 1719 unter dem österreichischen Kaiser Karl VI. erbaut. Später wurde er von dessen Tochter Maria Theresia erweitert, die ihn zum Hafen des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs weiterentwickelte.