GERICHT

Lehrer wegen Wiederbetätigung verurteilt

Wegen nationalsozialistischer Wiederbetätigung ist ein Lehrer der Militärakademie zu 14 Monaten bedingter Haft verurteilt worden. Das Geschworenengericht am Landesgericht in Klagenfurt/ Celovec erkannte den Mann schuldig, Hitler-Bilder und Videos verschickt und die NS-Zeit verharmlost zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der 50 Jahre alte gebürtige Klagenfurter unterrichtet Englisch an der Militärakademie in Wiener Neustadt. Er soll im Herbst vergangenen Jahres Bilder von seinem Handy via WhatsApp verschickt haben, die Adolf Hitler verharmlosen und verherrlichen.

Dabei wird der NS-Diktator etwa neben Berühmtheiten wie Bob Marley, Amy Winehouse, James Dean und Mariln Monroe gezeigt, unterlegt mit dem Text: „Viel zu früh aus dem Leben geschieden. Aus unseren Herzen aber nie.“

Die Geschworenen beantworteten alle Schuldfragen mit Ja, die 14 Monate bedingter Haft begründete Richter Dietmar Wassertheurer unter anderem mit dem bisher untadeligen Lebenswandel. Verteidiger Philipp Tschernitz erbat Bedenkzeit, Staatsanwältin Nicole Sembach gab keine Erklärung ab, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der 50-Jährige Englischlehrer wurde vom Bundesheer nach Bekanntwerden der Vorwürfe vom Dienst suspendiert, sagte Bundesheersprecher Michael Bauer auf Anfrage der Austria Presse Agentur (APA).