Landesgericht Klgaenfurt von außen
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Chronik

Schuldsprüche bei Glock-Prozess

Im Prozess um eine tödliche Gasexplosion in einem Glock-Werk in Ferlach/ Borovlje ist am Donnerstag am Landesgericht in Klagenfurt/ Celovec das Urteil gesprochen worden. Drei damals leitende Mitarbeiter wurden der grob fahrlässigen Tötung und Körperverletzung schuldig gesprochen.

Alle drei erhielten je fünf Monate bedingte Haft

Der damalige Geschäftsführer der Glock Technology GmbH erhielt als Erstangeklagter eine Strafe von 200 Tagsätzen und muss 20.000 Euro bezahlen. Der 60-jährige Geschäftsführer des Werks in Ferlach/ Borovlje, der nach eigenen Angaben seine Geschäftsführertätigkeit mit August zurückgelegt hat und mit 1. Dezember dieses Jahres in Pension geht, bekam ebenfalls 200 Tagsätze, bei ihm macht das 140.000 Euro Strafe. Der 36-jährige Betriebsleiter wurde zu 150 Tagsätzen zu je 100 Euro, also 15.000 Euro, verurteilt. Alle drei erhielten zusätzlich je fünf Monate bedingte Haft. Dazu wurde die Glock GmbH nach dem Verbandsverantwortlichkeitsgesetz zu einer Geldbuße von 300.000 Euro verurteilt. Die Angeklagten hatten sich nicht schuldig bekannt, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Glock GmbH bedauert Unfall

Die Glock GmbH hat nach den Schuldsprüchen für drei ihrer Mitarbeiter und das Unternehmen in einer Aussendung weiterhin jedes Verschulden am Tod des Mitarbeiters bei einer Gasexplosion zurückgewiesen. Man bedaure zutiefst, dass der Mitarbeiter gestorben und ein weiterer schwer verletzt worden sei, wurde betont.