Slowenien: Bürgermeister stehen fest

Slowenien hat am Sonntag die zweite Runde der Lokalwahlen stattgefunden. Zwei Wochen nach der ersten Runde wurden in 56 von insgesamt 212 Gemeinden, darunter in sechs Städten, die Bürgermeister in einer Stichwahl gewählt. In der zweitgrößten Stadt Maribor wird Saša Arsenovič neuer Bürgermeister.

Der politisch unerfahrene Geschäftsmann Arsenovič hat bei einem Auszählungsgrad von 86 Prozent mit 58 Prozent der Stimmen den gestürzten Ex-Bürgermeister Franc Kangler (knapp 42 Prozent) geschlagen. Vor der Wahl sind die Umfragen von einem knappen Ergebnis ausgegangen. Der konservative Kangler, der vor sechs Jahren nach Korruptionsvorwürfen, die sich aber vor Gericht nie bestätigten, mit Massenprotesten aus dem Amt getrieben wurde, scheiterte bereits zum zweiten Mal am politischen Comeback. Bereits vor vier Jahren wurde er in der Stichwahl geschlagen.

Sieben Stimmen entschieden

Der Wahlkrimi bei der Bürgermeisterwahl in der slowenischen Hafenstadt Koper/ Capodistria ist beendet: Nach Auszählung der per Post eingegangenen Wahlkarten wurde am Montag der knappe Sieg des 42-jährigen Radiomoderators Aleš Bržan bestätigt. Der Herausforderer schlug den langjährigen Amtsinhaber Boris Popovič um lediglich sieben Stimmen, wie die örtliche Wahlkommission am Montag laut Medien bekannt gab.

In einigen anderen größeren Städten standen die Resultate bereits fest. In der nordöstlichen Stadt Ptuj hat Nuška Gajšek überraschend den Ex-Bürgermeister Štefan Čelan geschlagen, womit in der ältesten slowenischen Stadt erstmals eine Frau an der Spitze steht. Die 37-jährige Sozialdemokratin ist auch die einzige weibliche Bürgermeisterin in insgesamt elf städtischen Gemeinden.

In der nordslowenischen Stadt Kamnik, der Heimatstadt von Ministerpräsident Marjan Šarec, wurde der Kandidat seiner Namensliste LMŠ, der bisherige Vizebürgermeister Igor Žavbl, von einem weiteren Vizebürgermeister aus der christdemokratischen Oppositionspartei NSi - dem Schwager von NSi-Chef Matej Tonin -, Matej Slapar, geschlagen werden. Die LMŠ konnte sich damit die Nachfolge von Šarec, der vor seinem Aufstieg zum Regierungschef die Stadt acht Jahre lang leitete, nicht sichern.

Siehe Meldung vom 30.11.2018