Antiziganismus-Forscher: „Verachtung ist stärker geworden“

Sinti und Roma werden in Deutschland häufig diskriminiert. Ein Historiker erklärt, wo es zu Benachteiligungen und Stigmatisierung kommt und wie vor allem die politische Rechte Antiziganismus in der Migrationsdebatte einsetzt.

Kelly Laubinger konnte gar nicht glauben, was sie da in einer E-Mail zu lesen bekam. Laubinger hatte ausdrücklich im Namen der Sinti Union für Schleswig-Holstein eine Literaturveranstaltung ein Hotelzimmer für einen Gast gebucht. Erst wurde Laubinger ein Zimmer in Aussicht gestellt, doch dann kam die Absage.

„Weil man schlechte Erfahrungen mit der Familie Laubinger gemacht habe“, so die Begründung. Sie selbst sei noch nie in diesem Hotel gewesen, sagt Laubinger, und der Nachname sei ein sehr weit verbreiteter Sinti-Name. Dementsprechend seien auch nicht alle Menschen mit dem Namen Laubinger miteinander verwandt. Der Hotelbesitzer sagt, er habe nicht diskriminieren wollen, wie er gegenüber SAT1 erklärte. Mehr darüber auf Magazine Panorama.