Denkmal Sinti Roma Berlin
Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma
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Erinnern an die ermordeten Sinti und Roma Europas – kein S-Bahn-Bau durch unser Denkmal!

Anlässlich der Holocaust-Gedenkstunde 2024 erinnert Romeo Franz an die mindestens 500.000 ermordeten Sinti und Roma Europas. Franz, Generalsekretär der Bundesvereinigung der Sinti und Roma (BVSR) in Berlin, nimmt am 31. Januar 2024 an der Gedenkstunde im Deutschen Bundestag teil und wird dort auch seiner eigenen ermordeten Angehörigen gedenken.

Der EU-Abgeordnete und Musiker Franz ist einer der drei Künstler, die zum Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma beigetragen haben – von ihm stammt die Klanginstallation, die er mit dem Geigenbogen seines in Auschwitz ermordeten Großonkels Paul Franz einspielte.

„Wir sind erschüttert, dass der Berliner Senat am 19. Dezember 2023 dem Bau der neuen S-Bahntrasse zugestimmt hat, der unser Denkmal, nur 12 Jahre nach dessen Einweihung, massiv beschädigen wird“, so der BVSR-Generalsekretär.

Das Abholzen vieler uralter Bäume, die Teil des Denkmals sind, greift massiv in das Werk des israelischen Künstlers und Architekten Dani Karavan ein und beeinträchtigt das Gedenken an die Sinti und Roma, die Opfer des NS-Terrors wurden. „Erinnern heißt, für die Gegenwart und Zukunft zu kämpfen. Wir geben nicht auf, das Denkmal zu schützen und fordern mehr Sensibilität gegenüber unserer Minderheit“, sagt Romeo Franz.