Zeichnung von Emanuel Barica
Emanuel Barica
Emanuel Barica
VERANSTALTUNG

Latcho Dives | 1. Romafestival in Leipzig

Vom 6. bis zum 13. September steht die Kultur der Roma und Sinti im Mittelpunkt eines Festivals in Leipzig.

„Latcho Dives“ ist Romanes, die Sprache der Roma, und bedeutet „ein schöner Tag“. Gleich acht „Latcho Dives“ bietet das 1. Kulturfestival der Roma und Sinti, das vom Romano Sumnal e. V. – der einzigen in Sachsen existierenden Selbstorganisation der Sinti und Roma – und dem Kultur- und Begegnungszentrum Ariowitsch-Haus e. V. – Zentrum jüdischer Kultur – ins Leben gerufen wurde.

Die Kultur der Roma und Sinti mit ihrer Poesie, der authentischen Musik- und Tanzkunst und den bildenden Künsten spiegelt wahren europäischen Geist wider, weil diese Kultur – trotz beständiger Ausgrenzungen – keine Grenzen kennt. Doch in Leipzig sind Roma und Sinti im Alltag und in der Kultur meist unsichtbar. „Wir Roma- und Sinti-Bürger der europäischen Länder tragen zur Kultur der Länder bei und sehen uns als eine Bereicherung. Leider wir das selten in den Vordergrund gestellt, sondern von manchen Menschen sogar angezweifelt. Mit unserem Festival wollen wir in Leipzig selbst nach vorne treten und uns zeigen“, so Gjulner Sejdi, der 1. Vorsitzende des Romano Sumnal e. V.

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Romano Sumnal e. V

„Selbst in einer so kulturprallen Stadt wie der unseren sucht man Kunst, Kultur und Lebenswirklichkeit von Sinti und Roma noch immer viel zu oft vergebens in den Veranstaltungskalendern“, sagt Oberbürgermeister Burkhard Jung. Mit dem Kulturfestival soll nun die Vielfalt und Kultur der Lebenswelt der Roma und Sinti in Leipzig an sechs verschiedenen Veranstaltungsorten erlebbar werden. „Das Festival ist ein guter Schritt, um ein breiteres Bewusstsein für die Anliegen der Sinti und Roma zu schaffen“, so Katja Meier, sächsische Staatsministerin der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung. Und es ist ein Statement gegen Vorurteile, Rassismus, Hass und Rechtspopulismus in unserer Gesellschaft.

Zeichnung von Emanuel Barica
Emanuel Barica

Das Programm beginnt am Sonntag, den 6. September mit der Eröffnung des Kulturfestivals und der Vernissage der Ausstellung „Forgotten Lines“ von Emanuel Barica. Der Berliner Roma-Künstler entwickelte die Methode der „Zeichnung der Intuition“, wobei er performativ zu Musikklängen zeichnet.

Das weitere Programm finden Sie auf der unten angeführten Homepage.