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Wissenschaft

Slawist Radoslav Katičić gestorben

Im Alter von 89 Jahren ist in Wien der Sprachwissenschafter Radoslav Katičić gestorben. Der emeritierte Professor und langjährige Leiter der Slawistik der Universität Wien hat sich in seinen Arbeiten sehr intensiv mit den Burgenländischen Kroaten befasst.

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Radoslav Katičić (rechts) während der Arbeit am Bgld-Kroatischen Wörterbuch

Mentor der Burgenländischen Kroaten

Der 1930 in Zagreb geborene Katičić setzte sich zu Beginn der 1980-iger Jahre dafür ein, dass an der Uinversität Wien Lehrveranstaltungen zur Literatur und Kulturgeschichte der Burgenland-Kroaten eingeführt wurden.

Radoslav Katičić war Mitglied jener Sprachkommission, die die ersten deutsch – (burgenland) kroatischen Wörterbücher verfasste.

Mitglied vierer Akademien der Wissenschaften

Katičić war Miglied der Akademien der Wissenschaften in Österreich, Kroatien, Bosnien-Herzegowina sowie in Norwegen.

An der Philosophischen Fakultät in Zagreb begründete er die Studien der allgemeinen Linguistik und Indologie.

Er verfasste zahlreiche Bücher und Artikel und war einer der Autoren der „Deklaration zur Lage der kroatischen Schriftsprache“ im Jahre 1967.

Radoslav Katičić
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Letzten Publikationen erschienen erst im Vorjahr

Die letzten Arbeiten von Radoslav Katičić erschienen 2018: „Naša stara vjera – Unser alter Glaube" und ein von der Österreichischen Gesellschaft für Kroatistik herausgegebener Band mit seinen gesammelten wissenschatftlichen Artikeln.

Radoslav Katičić wird in seiner Heimatstadt Zagreb beigesetzt.