Das Museum für Völkerkunde in Wien zeigt in der Ausstellung „Penacho: Pracht und Passion“ den altmexikanischen Federkopfschmuck. (14.11.2012)
HANS KLAUS TECHT / APA / picturedesk.com
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200 Jahre Unabhängigkeit

Mexiko hofft auf Kopfschmuck „Penacho“

Mexiko hat seine Bemühungen, den „Penacho“ – den prachtvollen Kopfschmuck des einstigen Azteken-Herrschers Moctezuma – im eigenen Land zeigen zu können, verstärkt.

Präsident Andrés Manuel López Obrador erteilte seiner Ehefrau den Auftrag, bei einem Besuch in Wien den Wunsch nach einer Leihgabe zu deponieren. Der Federschmuck ist Teil der Sammlung des Weltmuseums Wien, das morgen eine große „Azteken“-Sonderschau eröffnet.

Fast eine „Mission Impossible“

Im Kurzbotschaftendienst Twitter veröffentlichte der Staatschef ein Foto, das seine Ehefrau Beatriz Gutiérrez Müller in der Präsidentschaftskanzlei bei einem Treffen mit Bundespräsident Alexander Van der Bellen und dessen Ehefrau Doris Schmidauer zeigt. Darunter schrieb er: „In der Absicht, historische und archäologische Stücke aus Mexiko zu erhalten, damit sie in unserem Land anlässlich des 200. Jahrestags der Unabhängigkeit gezeigt werden, besuchte Beatriz den Präsidenten Österreichs, Alexander Van der Bellen.“ In einem zweiten Tweet hieß es: „Ich empfahl ihr, auf der Federkrone Moctezumas zu bestehen, obwohl das fast eine Mission Impossible ist, zumal sie (die Österreicher, Anm.) sich diese gänzlich angeeignet haben, so weit, dass sie sie nicht einmal an Maximilian von Habsburg verliehen, als sie uns überfielen und (uns) das sogenannte Zweite Mexikanische Kaiserreich aufzwangen.“

Prüfung der Leihanfrage

KHM-Generaldirektorin Sabine Haag sagte auf APA-Anfrage, dass es eine Leihanfrage gebe, die das Kulturministerium derzeit prüfe und verwies auf eine zwischen 2010 und 2012 gemeinsam mit mexikanischen Vertretern durchgeführte Untersuchung zur Transportfähigkeit des Kopfschmucks, der auch für die „Azteken“-Ausstellung an seinem Platz im ersten Stock bleiben muss, da er nicht ins Erdgeschoß transportiert werden soll, wie es heute hieß.

Jahrestag der Ankunft von Christoph Kolumbus

Die neue Initiative gab López Obrador am Jahrestag der Ankunft des Seefahrers Christoph Kolumbus am 12. Oktober 1492 auf dem amerikanischen Kontinent bekannt. In Mexiko wird dieser Tag in Anerkennung der gemischten indigenen und europäischen Wurzeln der Bevölkerung und Kultur des Landes begangen.