EGMR

Neue Sponsionsurkunde nach Namensänderung

Ein Jusabsolvent hat beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) das Recht erstritten, nach einer Namensänderung eine neue Sponsionsurkunde zu bekommen.

Indem Österreich ihm keinen Weg dazu eröffnet habe, sei er im Recht auf Achtung des Privatlebens verletzt worden, berichtete heute die Tageszeitug „Die Presse“. Er bekommt 1.000 Euro für seinen immateriellen Schaden.

Namensänderung wegen Gefühl der Diskriminierung

Der Jurist hatte seinen Namen ändern lassen, weil er sich wegen dessen „orientalischer Herkunft“ diskriminiert fühlte. Einen neuen, auf diesen geänderten Namen ausgestellten Nachweis seiner Graduierung bekam er von seiner Universität nicht, und zwar mangels Rechtsgrundlage. Der Mann beschwerte sich und scheiterte bei Österreichs Gerichten. Der EGMR gab ihm nun recht: Es gebe Situationen, die eine Vorlage der Sponsionsurkunde erforderten, etwa die Zulassung als Rechtsanwaltsanwärter.