Ausstellungsujet – Ausstellung „Was wir fordern – Minderheiten­bewegungen in Österreich“ der Initiative Minderheiten
Initiative Minderheiten
Initiative Minderheiten
bis 15.1.2023

„Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“

Mit der Ausstellung „Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich“ präsentiert die Initiative Minderheiten in Kooperation mit dem Haus der Geschichte Österreich (hdgö) Forderungen und Positionen von österreichischen Minderheiten.

Autorinnen und Autoren bzw. Aktivistinnen und Aktivisten aus den verschiedenen minoritären Gruppen werfen einen fokussierten Blick auf ihre Geschichte und präsentieren ihre wesentlichen minderheitenpolitischen Forderungen in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im Foyer des hdgö ist die Wanderausstellung bis 15. Jänner zu sehen.

Protest gegen die Abschaffung des § 209 StGB, der die Homosexualität kriminalisierte
HOSI Wien

Zadić: Vielfalt leben, Diversität fördern, Rechte verankern

In Anwesenheit von Justizministerin Alma Zadić (Grüne) wird die Ausstellung heute Abend eröffnet und im Vorfeld betont sie die Notwendigkeit von Diskriminierungsschutz und Gleichstellung. „Kulturelle Vielfalt und demokratische Gleichheit gehen Hand in Hand und gehören zu den Grundfesten unserer liberalen Demokratie. Die Ausstellung zeigt, wie viel die Kämpfe einzelner Minderheitsbewegungen bereits bewirkt haben – der Weg ist aber noch nicht zu Ende.“ Als Justizministerin sei es ihr wichtig, Vielfalt zu leben, Diversität zu fördern und gleiche Rechte für alle zu verankern. „Wir brauchen einen starken Diskriminierungsschutz, der echte Gleichstellung gewährleistet. Nur so stärken wir ein gerechtes Miteinander“, so Zadić

Was wir fordern! Minderheitenbewegungen in Österreich

Eröffnung: Montag, 24. Oktober 2022, 18.00 Uhr, Foyer des hdgö, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien; Ausstellungsdauer: bis 15. Jänner 2023

Eröffnung: Begrüßung durch Monika Sommer, Direktorin des Hauses der Geschichte Österreich; mit Justizministerin Alma Zadić, Kuratorin Cornelia Kogoj und Mirjam Karoly vom Romano Centro

Breites Bewusstsein schaffen

Aktivistische wie auch juristische oder parlamentarische Formen des Protests erweisen sich als untrennbar mit der Geschichte minderheitenpolitischer Forderungen verbunden, so die Initiative Minderheiten. Die Ausstellung macht sichtbar, welche Anstrengungen, welche Ausdauer und welche Allianzen notwendig waren, um gegen Diskriminierung und für gleiche Rechte einzutreten. Mit der Ausstellung werden aber laut hdgö-Direktorin Monika Sommer auch deutlich, „dass noch lange nicht alle Ziele erreicht sind. Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, durch Ausstellungen wie diese möglichst breites Bewusstsein zu schaffen und einen Schritt weiter in Richtung Gleichstellung zu kommen“, so Sommer.

Aktion „Ich bin gegen das Wort Zigeuner!“ von Musiker Harri Stojka
Valerie und Harri Stojka

Vielfalt minoritärer Bewegungen

Die Initiative Minderheiten will mit dieser Ausstellung die Vielfalt minoritärer Bewegungen und die gesamtgesellschaftliche Bedeutung ihrer Forderungen sichtbar machen. Die historischen Kämpfe für zweisprachige Ortstafeln und Schulen in Kärnten und im Burgenland, die Anerkennung von Roma und Sinti als Volksgruppe sind ebenso Beispiele für Strategien und politische Kämpfe wie die Abschaffung des § 209 StGB, der Homosexualität kriminalisierte, oder die Verabschiedung der UN-Behindertenrechtskonvention. Seit 30 Jahren arbeitet die Initiative Minderheiten mit dem Ansatz der minoritären Allianzen, „der auf vergleichbare Diskriminierungsformen aufmerksam macht, um minderheitenübergreifend gegen Rassismus, Antiziganismus, Antisemitismus, Antiislamismus, Homophobie und Behindertenfeindlichkeit vorzugehen“, betont Cornelia Kogoj, langjährige Geschäftsführerin der Initiative Minderheiten und einer der Kuratorinnen der Ausstellung.

Mit Beiträgen von: Hager Abouwarda, Persson Perry Baumgartinger, Andreas Brunner, Ali Gedik, Petra Flieger, Margit Hauser, Mirjam Karoly, Birge Krondorfer, Herbert Langthaler, Eleonore Lappin-Eppel, Lydia Novak, Volker Schönwiese, Vanessa Spanbauer und Vladimir Wakounig

Mit Statements von: Noomi Anyanwu, Heline Ahmad, Ara Badrtarkhanian, Isabel Frey, Lara Guttmann, Dunia Khalil, Elisabeth Magdlener und Samuel Mago

Kuratorinnen: Jessica Beer und Cornelia Kogoj