Ehemaliges Konzentrationslager Mauthausen (28.4.2015)
JOE KLAMAR / AFP / picturedesk.com
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bis 31.10.2021

„Written in Memory“

Die KZ-Gedenkstätte Mauthausen zeigt 22 Porträts, die der US-amerikanische Fotokünstler Jeffrey A. Wolin von Holocaust-Überlebenden gemacht hat. Unter dem Titel „Written in Memory“ sind die Arbeiten bis Ende Oktober im Reviergebäude der Gedenkstätte zu sehen.

Wolin hat mit jedem und jeder der Abgebildeten vorher ein ausführliches Interview geführt und wortwörtliche Auszüge daraus handschriftlich in die Fotografien übertragen.

„Written in Memory“

Im Reviergebäude der KZ-Gedenkstätte Mauthausen, Erinnerungsstraße 1, 4310 Mauthausen; täglich von 9.00-17.15 Uhr; Ausstellungsdauer: bis 31. Oktober 2021

Ein Teil des Zyklus ist etwa das Porträt von Henry Werdinger, der im August 1944 vom Lager Plaszow in Polen nach Mauthausen deportiert wurde und bis zur Befreiung im Mai 1945 Zwangsarbeit in den damaligen Hermann-Göring-Werken leisten musste. Wolin hat Werdinger im Wasser stehend mit dem Blick hinaus auf das Meer fotografiert. Seine Arbeit gibt Zeugnis von der Stärke des Individuums sowie vom Einfallsreichtum und der Widerstandsfähigkeit von Holocaust-Überlebenden. „Die Porträts zeigen Einzelschicksale, wie sie millionenfach hinter dem Holocaust stehen, gleichzeitig strahlt diese Schau auch viel positive Energie aus“, so Barbara Glück, Direktorin des Mauthausen Memorial.

Jeffrey A. Wolin ist emeritierter Professor für Fotografie an der Indiana University. Seine Fotos wurden in mehr als 100 Ausstellungen gezeigt.