Angehörige des Misak-Volkes während der Covid-19-Pandemie in Guambia, Kolumbien. (1.11.2020)
LUIS ROBAYO / AFP / picturedesk.com
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20.4.2021

Covid-19 als Bedrohung für Indigene

Das Lateinamerika Institut veranstaltet ein Webinar mit dem Titel „500 Jahre Pandemie – 500 Jahre soziale Ausgrenzung und kein Ende?“. Der Jurist und Kulturanthropologe René Kuppe befasst sich in seinem Vortrag mit der Bedrohung von Covid-19 für die indigenen Völker Lateinamerikas.

Covid-19 sei für die indigenen Völker Lateinamerikas der bisher letzte Akt einer mehr als 500-jährigen Kolonialgeschichte, in der eingeschleppte Krankheiten immer wieder zu Massensterben und zur Entvölkerung ganzer Landstriche der sogenannten „Neuen Welt“ führten, heißt es in der Anküdigung zur Veranstaltung.

500 Jahre Pandemie – 500 Jahre soziale Ausgrenzung und kein Ende? – Vortrag von René Kuppe, Datum: 20. April, 18:30 Uhr | Online

Soziale Ausgrenzung und kulturelle Marginalisierung

Im Vortrag von René Kuppe, der sich mit Rechtsfragen im Zusammenhang mit indigenen Völkern und ethnischen Minderheiten befasst, soll gezeigt werden, warum Covid-19 eine neue tödliche Bedrohung für diese Gruppen ist: Die Folgen sozialer Ausgrenzung und kultureller Marginalisierung können anhand des Auftretens von Pandemien verdeutlicht werden. Schließlich werden Selbsthilfemaßnahmen bestimmter indigener Gruppen aufgezeigt, die Vorbildwirkung für andere sozial schwache Bevölkerungsteile Lateinamerikas haben könnten.