7. Hohenemser Literaturpreis
Stadt Hohenems
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Kultur

7. Hohenemser Literaturpreis ausgeschrieben

Die Vorarlberger Stadt Hohenems hat zum siebten Mal den mit 7.000 Euro dotierten „Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige Autor*innen nichtdeutscher Muttersprache 2021“ ausgeschrieben.

Der von Schriftsteller Michael Köhlmeier angeregte Preis, der als Biennale seit 2009 veranstaltet wird, trage dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt der von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben, heißt es in einer Aussendung der Stadt Hohenems. Die Geschichte und Kultur des Dreiländerecks sei stets durch Zuwanderung geprägt gewesen. So blicke auch die Stadt Hohenems auf eine Geschichte zurück, die seit Jahrhunderten durch kulturellen Austausch und grenzüberschreitende Beziehungen geprägt ist. Europäische Verbindungen, die durch die Hohenemser Grafen aufgebaut wurden, die Bildung einer jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert aber auch die Arbeitsmigration der letzten Jahrzehnte führte dazu, dass einer großen Zahl neuer Bürgerinnen und Bürger nichtdeutscher Muttersprache in dieser Region ihren Lebensmittelpunkt gefunden hätten.

Literaturpreis als Abbild der Gesellschaft

„Der Hohenemser Literaturpreis zeichnet ein Abbild unserer Gesellschaft, indem er aktuelle Themen wie das Fremdsein und die Identität zum Schwerpunkt hat. Die literarische Auseinandersetzung kann so ein Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis sein“, so der Bürgermeister der Stadt Hohenems, Dieter Egger (FPÖ). Die Preisverleihung findet am 26. Juni als Höhepunkt eines neu konzipierten Rahmenprogramms, der „Literatu•R•äume 2021“, statt. Zu den bisherigen Preisträgerinnen und Preisträgern zählen u.a. Saša Stanišić, Sandra Gugić, Susanne Gregor oder Michael Stavarič.

Einreichungen bis 14. Februar 2021

Bis zum 14. Februar 2021 können bisher nicht publizierte, deutschsprachige Prosatexte im Umfang von maximal zehn Seiten eingereicht werden. Diese sollen in literarisch überzeugender Weise nicht nur migrantische Erfahrungen, sondern in freier Themenwahl das Ineinandergreifen verschiedener kultureller Traditionen und biographischer Prägungen vor dem Hintergrund einer sich beständig wandelnden Gegenwart thematisieren, heißt es in der Ausschreibung.