„Monsieur Claude & seine Töchter“ - bis 5.8.2018

„Monsieur Claude und seine Töchter“ sind ins Waldviertel übersiedelt: Bis zum 5. August wird Stefan Zimmermanns Bühnenfassung des Kinoerfolgs von Philippe de Chauveron und Guy Laurent bei der Sommernachtskomödie Rosenburg gezeigt.

Regisseur Marcus Ganser hat die gar nicht einfache Aufgabe bewältigt, die satirische Geschichte von der konservativen, durch vier Heiraten jedoch multikulturellen und multireligiösen französischen Familie ins Zentrum des kreisrunden Zuschauerraums zu hieven. Puzzle-Elemente bestimmen das ansonsten spartanische Bühnenbild, wodurch viel Platz für Bewegung, Auf- und Abgänge vorhanden ist.

"Monsieur Claude und seine Töchter" - Produktion der Sommernachtskomödie Rosenburg 2018

Sommernachtskomödie Rosenburg

„Monsieur Claude und seine Töchter“

Sommernachtskomödie Rosenburg, Theaterzelt auf der Rosenburg, Rosenburg 1,3573 Rosenburg; Vorstellungen bis 5.8.2018; Tickets und Information: Hotline Tel. 0664/163 05 43

Die Töchter & ihre Gesponse

Und diesen Raum nützen die Darsteller weidlich. Angelika Nidetzky, Constanze Passin, Adriana Zartl und Tanja Raunig bilden das fidele Töchterquartett, Morteza Tavakoli, Alexander El Dib, Vincent Bueno und Tino Führer die dazugehörigen Gesponse, Felix Kama und Adisat Semenitsch das afrikanische Elternpaar. Wolfgang Lesky in fünf kabarettreifen Nebenrollen - vom Pfarrer bis zum Polizisten - staubt etliche Lacher ab. Und der Hund Maia verschlingt zum Gaudium des Publikums die frisch beschnittene Vorhaut des Enkelkindes.

Florentin Groll & Babett Arens als geplagtes Ehepaar

Als geplagtes Ehepaar Verneuil glänzen Florentin Groll und Babett Arens, auch im realen Leben längst aufeinander eingespielt. Wie Groll den alten Anwalt in aller Freundlichkeit mit sanftem oder auch aufbrausendem Unmut versieht und schließlich selbst Gefallen am grenzüberschreitenden Leben findet, ist sehenswert. Und der schmissige Zumba-Auftritt von Arens ist auch nicht von schlechten Eltern. Somit eine unterhaltsame, flotte und ziemlich gelungene Produktion im vierten Jahr der Intendanz von Nina Blum auf der Rosenburg. Für nächstes Jahr wird eine weitere Film-Adaption angekündigt: da steht „Amadeus“ auf dem Spielplan.

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