Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“
hdgö / Latvijas Nacionālais arhīvs, Rīga
hdgö / Latvijas Nacionālais arhīvs, Rīga
bis 27.10.2019

Vernichtungsort Malyj Trostenez

Das Haus der Geschichte Österreich (hdgö) bringt die bislang in Deutschland und Belarus gezeigte Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ erstmals nach Österreich.

Malyj Trostenez, nahe Minsk, war eine der größten Vernichtungsstätten des nationalsozialistischen Deutschen Reichs. 1942 wurde hier zehntausende Menschen unmittelbar nach der Ankunft der Transporte ermordet. Unter den Opfern befanden sich vor allem jüdische Österreicherinnen und Österreich.

Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung

Freitag, 14. Juni bis Sonntag, 27. Oktober 2019, Haus der Geschichte Österreich, Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien

Die Ausstellung „Vernichtungsort Malyj Trostenez. Geschichte und Erinnerung“ ist das Ergebnis einer deutsch-belarussischen Zusammenarbeit, an der seit 2014 Historiker aus Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien teilnahmen. Die Ausstellung würdigt die Opfer und zeigt zugleich, auf welche Weise und an welchen Orten in Belarus, Deutschland, Österreich und Tschechien der Ermordeten gedacht wird. Sie hat zum Ziel, Malyj Trostenez als europäischen Tat- und Erinnerungsort in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern.

Neu gestalter Teil für Wien-Ausstellung

Eine Ergänzung findet die Ausstellung durch einen neu gestalteten Teil, der sich mit dem Schicksal der deportierten jüdischen Österreicherinnen und Österreich, aber auch mit Fragen der Täterschaft und des Gedenkens auseinandersetzt.

Träger der Ausstellung

Träger der Ausstellung sind das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH (IBB Dortmund), die Internationale Bildungs- und Begegnungsstätte „Johannes Rau“ Minsk (IBB Minsk) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Die Gestaltung des zusätzlichen Ausstellungsteils und des Begleitprogramms ist eine Kooperation zwischen dem hdgö, dem Verein „IM-MER Maly Trostinec erinnern“, dem Vienna Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien (VWI) und dem Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW).