Blick über die Kirchen und die Karlsbrücke in Prag
apaweb | afp | michal cizek
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Musik/Architektur

Prag will bis 2032 neue „Moldau-Philharmonie“ bauen

Der Bau eines neuen Konzertsaals für klassische Musik in Prag rückt näher. Gewinner des Architekturwettbewerbs für die künftige „Moldau-Philharmonie“ ist ein Entwurf des dänischen Büros Bjarke Ingels Group (BIG), wie das Planungsinstitut der tschechischen Hauptstadt am Mittwoch mitteilte.

Der Siegerentwurf stehe nicht nur für ein modernes Musikzentrum, sondern zeichne sich auch durch eine einfallsreiche Lösung des öffentlichen Raums aus, hieß es.

Das terrassenförmige Dach und die Uferpromenade an der Moldau sollen demnach nicht nur für Konzertbesucher, sondern für alle zugänglich sein. Prags Oberbürgermeister Zdeněk Hřib verteidigte das ambitionierte Projekt: „Unsere Stadt braucht moderne Architektur, welche respektvoll das Werk unserer Vorväter ergänzt.“ Mit dem Beginn der Bauarbeiten wird in fünf Jahren gerechnet. Von 2032 an soll der Konzertsaal zur neuen Heimat sowohl der Tschechischen Philharmonie als auch des Prager Symphonieorchesters FOK werden.

Der Standort liegt nahe der U-Bahn-Station Vltavská im nördlichen Stadtteil Holešovice. Die Baukosten werden auf rund 250 Millionen Euro geschätzt. Wichtigster Konzertsaal Prags ist derzeit das Rudolfinum aus dem 19. Jahrhundert, dessen großer Saal mit nur rund 1.100 Sitzplätzen aber von Konzertveranstaltern als zu klein angesehen wird.