Auszeichnung | Tschechien

Hauptpreis des Karlsbader Filmfestivals geht an Flüchtlingsdrama

Das Flüchtlingsdrama „As far as I can walk“ des serbischen Regisseurs Stefan Arsenijević hat den Hauptpreis des 55. Internationalen Filmfestivals von Karlovy Vary gewonnen.

Der 44-Jährige nahm den Kristallglobus am Samstagabend bei der Abschlussgala in dem tschechischen Bäderort entgegen. Der Preis ist mit umgerechnet knapp 22.000 Euro dotiert.

Der Film handelt von Strahinja und seiner Frau Ababuo, die Ghana verlassen, um in Europa ein besseres Leben zu finden.

Hauptdarsteller Ibrahim Koma wurde zudem als bester Schauspieler ausgezeichnet. Der Deutsche Dietrich Brüggemann gewann mit der Tragikomödie „Nö“ die Auszeichnung für die beste Regie. Die Preise des Festivalpräsidenten gingen an den US-Schauspieler und Drehbuchautor Ethan Hawke sowie den tschechischen Regisseur Jan Svěrák.

Größter Star unter den Gästen war Hollywood-Größe Johnny Depp, den Hunderte Fans und Schaulustige umringten. Der 58-Jährige erhielt indes selbst keine Auszeichnung.

Režisér Stefan Arsenijević, Herec Ibrahim Koma a producent Miroslav Mogorović, film Strahinja – Velká cena – Křišťálový Glóbus
Film Servis Festival Karlovy Vary, Totalfilm Media
Regisseur Stefan Arsenijević, Hauptdarsteller Ibrahim Koma und Produzent Miroslav Mogorović, Film „Strahinja“

Das Filmfestival in Karlovy Vary, das zu den ältesten in Europa zählt, ist für seine lockere Atmosphäre bekannt. Nach Angaben der Veranstalter/innen wurden binnen einer Woche mehr als 100.000 Kinoeintrittskarten verkauft. Besucher/innen mussten vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder negativ getestet sein. Im vorigen Jahr war die Veranstaltung wegen der Pandemie ganz ausgefallen.