Volksgruppen ORF.at Ungarn
Mi | 19.06.2013
Pochod Euro Pride ve Varšavě, foto - ČTK
29.6.2012
Aufruf zu friedlicher Pride Woche
Die österreichische SoHo, Sozialdemokratische Lesben, Schwulen und Transgenderorganisation, kritisiert offene Anfeindungen gegen Lesben, Schwule und Transgender Personen in Ungarn.
Bereits im Vorfeld der "EuroGames 2012", einer sportlichen Großveranstaltung für Lesben, Schwule und Heterosexuelle aus ganz Europa, und nun zur bevorstehenden "Pride"-Woche und der Parade am 7. Juli hetzen in Ungarn Rechtsradikale und homophobe Gruppierungen sowie die ungarische Rechtspartei Jobbik gegen die Veranstaltungen und ihre OrganisatorInnen.
Keine Toleranz bei Diskriminierung
Peter Traschkowitsch, Bundes- und Wiener Landesvorsitzende der SoHo, kritisiert die Haltung der ungarischen Politiker, allen voran des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán und seinem Parteikollegen, dem Budapester Bürgermeister István Tarlós.

"Es scheint, Orbáns Regierung toleriert offen die Diskriminierungen und Anfeindungen gegen Angehörige von Minderheiten in Ungarn und überlässt sie schutz- und rechtlos rechtsextremen Übergriffen. Das ist unverantwortlich und für einen Mitgliedsstaat der Europäischen Union inakzeptabel", betonte Traschkowitsch.
SoHo bietet sich als Vermittler in Ungarn an
"Der Wiener Gemeinderat hat in einem vor Kurzem beschlossenen Resolutionsantrag gezeigt, dass man gegen jegliche Gewalt an Lesben, Schwulen und Transgender Personen mit Entschiedenheit eintritt, sowie Politik und Behörden ersucht, den Schutz der TeilnehmerInnen an den Veranstaltungen zu gewährleisten", so Traschkowitsch.

Gleichzeitig biete man auch Hilfestellungen beim Aufbau eines Dialoges mit der ungarischen LGBT Community an.