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 12.9.2009 |
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Ungarn hat "Erweiterungsambitionen"
Der tschechische Staatspräsident Vaclav Klaus hat Ungarn Ambitionen vorgeworfen, sein durch den Vertrag von Trianon aus dem Jahr 1920 stark verkleinertes Territorium über die heutigen Grenzen hinaus erweitern zu wollen.
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Klaus sagte dies laut tschechischen Zeitungsberichten am Rande des Treffens der Staatspräsidenten der sogenannten Visegrád-Gruppe (Tschechien, Slowakei, Polen, Ungarn) im polnischen Ostseebad Sopot (Zoppot) in Reaktion auf die jüngsten Streitigkeiten zwischen der Slowakei und Ungarn.
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Geschichte kann nicht umgeschrieben werden
"Ich fühle die Nervosität, die in der Slowakei entsteht. Ich nehme bestimmte schon langfristig andauernde Ambitionen Ungarns wahr, sich irgendwohin zu erweitern. In diesem Sinne verstehe ich die slowakische Haltung", erklärte Klaus gegenüber den tschechischen Medien nach der Beendigung des ersten Tages des Treffens in Sopot.
"Es ist nicht möglich, die Geschichte umzuschreiben. Es ist nicht möglich, irgendwelche radikalen Schritte zu tun, die die Ordnung in Europa ändern würden, so wie sie nach dem Ersten und Zweiten Weltkrieg entstanden ist", fügte Klaus hinzu.
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Kritik an slowakischem Sprachengesetz
Gleichzeitig räumte er in Anspielung auf das kontroversielle slowakische Sprachengesetz ein, dass auch die Slowaken bestimmte Fehler gemacht hätten.
"Ich verteidige nicht jeden Satz (dieses Gesetzes), ich denke aber, dass es darin doch etwas gibt, was man korrigieren sollte", so Klaus.
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Vorgehen gegen Ungarn hat Tradition
Die tschechische Tageszeitung "Lidové noviny" kommentierte die Aussagen von Klaus, dies sei nicht das erste Mal, dass Tschechien und die Slowakei gemeinsam gegen Ungarn vorgingen.
"Beide Länder (Tschechien und Slowakei) sind unsichtbar aber sehr fest mit dem Interesse an der Aufrechterhaltung und der Haltbarkeit der Beneš-Dekrete verbunden, die den Nachkriegs-Charakter Tschechiens und der Slowakei beeinflusst haben", schrieb das Blatt in Anspielung auf die Präsidentendekrete, auf deren Grundlage die Sudetendeutschen aus der ehemaligen Tschechoslowakei vertrieben und enteignet worden waren.
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