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Mi | 16.05.2012
Štefan Domej - slika:orf
"Existenz der Kleinlandwirte gefährdet"
"Das von der Regierungskoalition beschlossene Sparpaket bedeutet für Kleinlandwirte eine zusätzliche Belastung und gefährdet zusätzlich ihr wirtschaftliches Überleben", betont der Fraktionsvorsitzende der Südkärntner Bäuerinnen und Bauern (SJK) Stefan Domej.
"Enormer Schaden des ländlichen Raumes"
Die Streichung der Förderung für Agrardiesel, so Domej, sei nicht nachvollziehbar, "zumal die Kleinlandwirte schon jetzt mit überdurchschnittlich hohen Belastungen zu kämpfen haben". Das Gleiche gelte auch für die Erhöhung der Sozialabgaben von zwei Prozent. "Viele Kleinlandwirte sind Nebenerwerbsbauern und somit einer Doppelbesteuerung unterworfen. Schon jetzt können sie sich mit der hohen Belastung kaum zurechtfinden. Sollte das Sparpaket wie geplant umgesetzt werden, würde dies ihre Einnahmen-Situation zusätzlich verschärfen. Die Folge wäre ein Strukturwandel zum enormen Schaden des ländlichen Raumes, den sich wohl niemand wird wünschen wollen", so der Kammerrat und Fraktionsvorsitzende der Südkärntner Bäuerinnen und Bauern/ Skupnost južnokoroških kmetic in kmetov (SJK).
Für billigen Treibstoff, gegen hohe Abgaben
Domej fordert die Bundesregierung in einer Aussendung auf, Alternativlösungen bezüglich der Agrardiesel-Förderung zu finden bzw. den Landwirten den Zugang zu den land- und forstwirtschaftlichen Flächen mit billigem Treibstoff zu ermöglichen. "Immerhin belasten sie mit ihren Traktoren und anderen Geräten nicht die Autobahnen und Bundesstrassen, sondern zu 80 Prozent ihre betrieblichen Grundstücksflächen", so Domej. Ebenso müsse die Erhöhung der Sozialabgaben für Kleinlandwirte zurückgenommen werden.