NS-Mahnmal auf Aspangbahnhof eröffnet

Ein Mahnmal auf dem Areal des früheren Aspangbahnhofs in Wien erinnert ab sofort an 47.035 Menschen, die Nationalsozialisten von dort aus in Konzentrationslager transportieren ließen. Es sei eine Zeit ohne Gnade gewesen, sagte ein Zeitzeuge.

Mahnmal am Aspangbahnhof

APA/Herbert Neubauer

Auf das Grauen der Vergangenheit nimmt das Mahnmal im Leon-Zelman-Park direkt Bezug: Auf einer Länge von 30 Metern verlaufen - parallel zur Aspangstraße - zwei konisch sich verengende Betonschienen am Boden, die die Gleisstränge der in den 1970er Jahren endgültig abgerissenen Verkehrsstation darstellen sollen.

Erinnerung an „Zeit ohne Gnade“

„Die Schoah hat nicht nur in fernen Vernichtungslagern stattgefunden“, sondern eben auch „mitten in der Stadt, vor den Augen der Bevölkerung“, betonte Historikerin Heidemarie Uhl. Sie erinnerte an die 47.035 Deportierten, die in 47 Transporten - die überwiegende Mehrheit fand in den Jahren 1941/42 statt - per Zug in die Vernichtungslager geschickt worden waren. Nur 1.073 Menschen überlebten.

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