Kinofilm „Django“ eröffnet Berlinale

In dem Kinodrama „Django“ geht es um den französischen Jazzmusiker Django Reinhardt und seine Flucht aus dem von Deutschland besetzten Paris 1943. Als Sinti wurde seine Familie von den Nazis verfolgt und schikaniert.

„Django“ Reinhardt, getauft auf den Namen Jean Reinhardt, wurde am 23. Januar 1910 als Sohn von aus dem Elsass stammenden Manouches, französischsprachigen Sinti, in Liberchies in der Nähe von Charleroi | Belgien geboren. Gestorben ist er am 16. Mai 1953 in Samois-sur-Seine bei Paris.

Reinhard Django

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Django Reinhardt

Reinhard Django

Emile Savitry

Mutter von Django Reinhardt und Kinder seines jüngeren Bruders Joseph Reinhardt in Paris

Der Gitarrist, Komponist und Bandleader Django Reinhardt gilt als ein Begründer bzw. Vorreiter des europäischen Jazz.

Der französische Debütfilm „Django“ von Etienne Comar über diesen legendären Musiker wird am 9. Februar die diesjährige Berlinale eröffnen. Wie die Filmfestspiele mitteilten, nimmt der Film auch am Wettbewerb um die begehrten Bären teil.

Direktor Kosslick | „Ergreifende Überlebensgeschichte“

„‚Django‘ zeigt auf packende Weise ein Kapitel seines bewegten Lebens und ist eine ergreifende Überlebensgeschichte“, erklärte Berlinale-Direktor Dieter Kosslick. „Die ständige Bedrohung, seine Flucht und die fürchterlichen Gräueltaten an seiner Familie konnten ihn nicht daran hindern, weiterzuspielen.“

Reinhard Django

dpa | R. Arpajou

Schauspieler Reda Kateb als Django

Regisseur Comar hat sich laut Berlinale bereits als Drehbuchautor, Produzent und Co-Produzent einen Namen gemacht - „Von Menschen und Göttern“, „Haute Cuisine“, „Timbuktu“. Die Titelrolle in seiner ersten Regiearbeit besetzte er mit dem Schauspieler Reda Kateb | „Den Menschen so fern“.

Reinhard Django

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Gedenktafel in Samois-sur-Seine

Die 67. Internationalen Filmfestspiele Berlin laufen vom 9. bis 19. Februar.