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Di | 14.02.2012
Radio Drát’ák
10.8.2009 21:20 Uhr
Radio Burgenland
Ausgegrenzt und benachteiligt
"Durch meine Geburtsurkunde und Taufschein war ich als Tscheche in Wien gezeichnet. Ein Komenský Schulabgänger hatte es schwer eine Anstellung zu bekommen", erinnert sich Jaroslav Procházka an die Kriegsjahre in Wien.
Jaroslav Procházka dreht die Zeit zurück und spricht über seine Schulzeit an unterschiedlichen tschechischen Komenský Schulen in Wien und über den Bezug zur Muttersprache eines Wiener Tschechen zur Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Heikle Frage nach Wehrdienstpflicht
Dass die Wiener Tschechen nicht zur deutschen Wehrmacht einrücken mussten, war damals allseits bekannt, "doch direkt jemanden darauf anzusprechen war unmöglich, selbst die Vereinsfunktionäre der Volksgruppe wollten sich nicht äußern", erinnert sich Jaroslav Procházka an seine Jugendjahre. "Wenn sie die Wehrmacht nicht heranzieht der Reichsarbeitsdienst zieht sie heran", lautete der Bescheid für Procházka.
Melanie Juriga, ORF Volksgruppenredaktion