Spiegelbilder | Romnija im Mittelpunkt

Bilder von Menschen sind keine Zufallsprodukte. Auch nicht in der Fotografie. Sie entstehen aus dem, was die Darstellenden zeigen können und wollen, aus dem, was Fotograf oder Fotografin sehen können und wollen und aus dem, was die Betrachter wahrnehmen.

On demand | Roma sam | 10.11.2014

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Roma sam | 10.11.2014
montags 20:50 - 21:10 Uhr
Radio Burgenland | Livestream

Immer gibt es Filter, immer gibt es Einflüsse durch Gelerntes, schon Gesehenes, sagt der Fotograf, Michael Schmid.

Gemeinschaftsraum

Drei Kleinzyklen zeigen Roma-Frauen aus dem Projekt Detva des Welthauses Graz im Zentrum von Banská Bystrica in unterschiedlichen Inszenierungen. Im Mittelpunkt dieser Inszenierungen steht die selbstverständliche Nutzung, Inbesitznahme des öffentlichen Raums durch die Romnija. Die Bildserien entstanden aus der Zusammenarbeit zwischen Fotograf und Darstellerinnen auf Basis klarer Teilkonzepte mit dem Ziel, Sichtweisen zu verändern und tradierte Vorstellungen zu hinterfragen, so Schmid.

Michael Schmid
Julius Horvath

Aus der österreichischen Perspektive werden Roma selten positiv gesehen.

Die Vorurteile sitzen tief. Zerrbildern ist meist zu Eigen, dass sie den Blick auf das Wesentliche und die wahren Hintergründe deutlich erschweren.

Zyklus Spiegelbilder

Spiegelbilder können Illusionen wecken. Details außerhalb des Blickfeldes zeigen. In diesem Fall holt der Spiegel die Personen, die sonst am Rande stehen oder an den Rand des öffentlichen Raumes gedrängt werden, ins Zentrum. Die Romnija stehen nicht im Blickfeld, sondern im Mittelpunkt des Geschehens.

Bilder von Julius Horvath
Martin Horvath

Neben den Bildern von Michael Schmid waren auch Exponate des Roma-Fotokünstlers Julius Horvath zu betrachten.

Mehr darüber, hören sie am Montag in der Sendung „Roma sam“ auf Radio Burgenland.