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 15.5.2008 |
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Roma fliehen aus Neapel
Wütende Einwohner eines Vorortes von Neapel haben am Mittwochabend erneut Roma-Siedlungen angegriffen. Baracken wurden in Brand gesetzt, Jugendliche auf Mopeds warfen Molotow-Cocktails gegen die Barackenlager im neapolitanischen Vorort Ponticelli.
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Hunderte von Roma, die in den Siedlungen wohnten, ergriffen mit ihren Fahrzeugen die Flucht.
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"Roma für Diebstähle verantwortlich"
Seit Dienstag sind gewalttätige Proteste gegen Roma-Siedlungen im Gange. Die Gewalt brach aus, nachdem eine 16-jährige Romni angeblich am vergangenen Wochenende versucht hatte, ein sechs Monate altes Baby aus einer Wohnung der Gegend zu entführen. Das Mädchen wurde festgenommen.
Die rund 2.000 Roma rumänischer Staatsangehörigkeit, die im Großraum von Neapel leben, werden für zahlreiche Diebstähle in der Gegend verantwortlich gemacht.
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Mafia soll eine große Rolle spielen
Die Polizei vermutet die Camorra, den neapolitanischen Arm der Mafia, hinter der Gewalt.
"Die Camorra hetzt die Bevölkerung auf, damit sich die Polizei mit den Krawallen auseinandersetzen muss und das organisierte Verbrechen in Ruhe lässt", sagte ein lokaler Journalist.
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Gewaltakte in der Siedlung werden verurteilt
Der Stadtrat in Neapel verurteilte die gewalttätige Aktion gegen die Siedlung und sprach von einem "kriminellen Angriff". Die Sprecherin der UNO-Flüchtlingsorganisation UNHCR, Laura Boldrini, verurteilte die "an den Balkan erinnernden Szenen aus Neapel".
Sie rief die Institutionen auf, die Angriffe gegen die Roma zu verurteilen. Das Problem der Roma-Siedlungen betrifft auch andere Großstädte Italiens. In Rom wurde am Donnerstagvormittag eine Roma-Siedlung durchsucht, in der 630 Menschen leben. 50 Personen ohne Dokumente wurden festgenommen.
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Ein Drittel kommt aus Rumänien
In Italien wohnen 140.000 Roma, die Hälfte davon hat die italienische Staatsangehörigkeit. 30 Prozent der Roma stammen aus Rumänien. Die meisten von ihnen leben im Großraum von Rom. |
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Rumänische Politiker fordern Sicherheit
Der italienische Innenminister Roberto Maroni, der kommende Woche die Verabschiedung eines Sicherheitspakets zur Bekämpfung der illegalen Immigration plant, wird am heutigen Donnerstag in Rom seinen rumänischen Amtskollegen Cristian David treffen.
Die rumänische Regierung verlangt Garantien, dass das neue Kabinett von Silvio Berlusconi keine Maßnahmen ergreift, die den rumänischen Immigranten in Italien schaden können.
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