|
|
|
|
|
|
 |
|
|
 13.5.2008 |
|
Kardinal gegen Ausländerfeindlichkeit
Während in Italien heftig über ein Dekret zur Abschiebung straffälliger Immigranten diskutiert wird, schlägt der Vatikan vor Ausländer-feindlichkeit Alarm.
|
|
|
|
|
|
|
|
Kardinal Renato Martino, "Justizminister" des Vatikans, warnte vor einer "Kriminalisierung des rumänischen Volkes".
|
|
|
|
|
|
|
|
|
"Illegale Immigration kein Delikt"
Die illegale Immigration dürfe nicht als "Delikt" betrachtet werden, so Martino. Der Kardinal, Präsident des päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden ("Iustitia et Pax"), meinte, die illegale Immigration sei für viele Menschen eine Notwendigkeit.
Der Kardinal erklärte, dass Italien in 15 Jahren wegen der sinkenden Geburtenrate nicht mehr 57 Millionen Bürger, sondern nur noch 50 Millionen haben wird. "Dies wird eine Katastrophe für Italien sein, das Immigranten braucht", erklärte Martino. |
|
|
|
|
|
|
|
|
"Rumänische Volk nicht verteufeln"
Man dürfe das rumänische Volk nicht verteufeln, wie man es in Italien tue. Man müsse zwar die Migrationsströme regeln, dabei aber stets die Menschenrechte berücksichtigen.
Der neue italienische Innenminister Roberto Maroni will kommende Woche ein Dekret zur Bekämpfung der Kriminalität und der illegalen Einwanderung verabschieden. Das Paket soll auch die Abschiebung straffälliger Ausländer erleichtern.
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Grenzkontrollen gegen illegale Einwanderung
Außerdem will Maroni Grenzkontrollen wieder einführen. Maroni will dafür Italiens Ver-pflichtungen nach dem Schengen-Abkommen für passfreies Reisen in Europa aussetzen. Maronis Pläne richten sich vor allem gegen rumänische Einwanderer und Roma aus Osteuropa.
In Italien wird diese dort wachsende Bevölkerungsgruppe oft für Verbrechen verantwortlich gemacht. Rumänien gehört seit vergangenem Jahr der EU an, ist aber nicht Teil des Schengen-Raums. |
|
|
|
|
|
|
|
|
Rumänien zeigt sich besorgt
Italienische Behörden kritisieren, dass Rumänen aber dennoch ohne Passkontrollen der Nachbarstaaten nach Italien kommen. Im Dezember waren die Grenzkontrollen in neun neuen EU-Ländern weggefallen, darunter auch in Rumäniens Nachbarland Ungarn.
Die rumänische Regierung zeigte sich wegen der Vorhaben des italienischen Kabinetts besorgt. "Wir werden nicht erlauben, dass den ehrlichen Rumänen, die in Italien arbeiten, geschadet wird", hieß es in einer Presseaussendung des rumänischen Verteidigungsministers Teodor Melescanu.
|
|
|
|
|
|
|
|