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Mo | 13.02.2012
Budapest. (Bild: ORF)
Parlament stimmte gegen Gebühren
Acht Tage nach einer Volksabstimmung hat das ungarische Parlament gestern neue Gesundheits- und Studiengebühren wieder abgeschafft. 199 Abgeordnete stimmten dafür, einer dagegen, 149 enthielten sich.
Bei der Volksabstimmung am 9. März hatten mehr als 80 Prozent der Wähler für die Abschaffung der Gebühren gestimmt.
Gebühren mit 1. April abgeschafft
Seit etwas mehr als einem Jahr hatten die Ungarn umgerechnet 1,20 Euro pro Arztbesuch und Krankenhaustag bezahlen müssen.

Die Studiengebühren von jährliche durchschnittlich 400 Euro wären erstmals mit Beginn des kommenden Studienjahres fällig geworden.

Die Abschaffung der von der links-liberalen Regierung eingeführten Gebühren tritt am 1. April in Kraft.
Ungünstiges Klima für Reformen
Beobachter verwiesen aber auch darauf, dass das Klima für weitere Reformen in Ungarn nunmehr ungünstiger geworden sei.

Die Rating-Agentur Standard and Poor's hatte am vergangenen Freitag die Einstufung Ungarns um einen Grad verschlechtert und dies unter anderen mit der zunehmenden «Reformmüdigkeit» im Land begründet.