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Mo | 13.02.2012
Supermarkt
Kroatien: Aufruf zu Konsum-Boykott
Heute beginnt der erste Einkaufs-Boykott in der Geschichte Kroatiens. Die Verbraucherverbände haben an alle Konsumenten appelliert, zwischen 8. und 15. Februar keine große Einkaufe zu tätigen.
So wollen sie die Läden zwingen, die Preise zu reduzieren. Laut Angaben kroatischer Medien sind die Preisen im Vorjahr um mehr als 10 Prozent angestiegen.
Lebensmittel um 8 Prozent teurer
Vor allem nach der Parlamentswahl im November habe es eine Verteuerung gegeben. Besonders unzufrieden sind die Verbände über die Lebensmittelpreise, die im Vorjahr um durchschnittlich 8,2 Prozent zugelegt haben.

"Wir appellieren an die Bürger mit dem Boykott die Hersteller und Händler vor zu großen Lebensmittelpreiserhöhung zu warnen", sagte Vesna Brčić-Stipčević, Präsidentin des Kroatischen Bündnisses für die Schutz den Verkaufer (Hrvatska udruga za zaštitu potrošača).
Großdemonstration im April geplant
Ihren Worten nach ist die Aktion breit gefächert und nicht gegen besondere Hersteller und Händler gerichtet. Die neue kroatische Regierung des Ministerpräsidenten Ivo Sanader ist schon seit Anfang dieses Jahres unter Druck wegen der Preiserhöhungen.

Der größte kroatische Gewerkschaftsbund, SSSH (Savez samostalnih sindikata Hrvatske), will im kommenden April eine Großdemonstration gegen die Preisanstiege und die hohe Inflation organisieren.