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Mo | 13.02.2012

Rumänisch für ungarische Minderheit
In Rumänien sorgt ein Vorschlag von Staatspräsident Traian Basescu zum Sprachunterricht für die Minderheiten für Kontroversen.
Bei einem Urlaubsaufenthalt in einer großteils von Ungarn bewohnte Region Siebenbürgens sprach sich der Staatschef für einen Unterricht des Rumänischen als Fremdsprache aus, wie rumänische und ungarische Medien berichteten. Die regierenden Liberalen (PNL) protestierten umgehend gegen den Vorschlag.
Keine Gelegenheit für rumänische Sprache
Basescu begründete die Idee mit dem Umstand, dass in den Regionen Rumäniens mit mehrheitlich ungarischer Bevölkerung viele Kinder keine Möglichkeit hätten, Rumänisch zu lernen, bevor sie in die Schule kämen.

Er verwies etwa auf die Klagen von ungarischen Eltern, auf deren Kinder im Rumänischunterricht an staatlichen Schulen nicht genug Rücksicht genommen werde.

Der liberale Senator Puiu Hasotti kritisierte den Vorschlag des Präsidenten heftig und meinte, dass dieser "die rumänische Verfassung verletzt". Die rumänische Sprache könne im eigenen Land nicht den Status einer Fremdsprache haben, betonte Hasotti gegenüber der Nachrichtenagentur Rompres.
1,5 Millionen Ungarn leben in Rumänien
Die Partei der Rumänien-Ungarn (UDMR/RMDSZ) setzt sich seit den frühen neunziger Jahren für die von Basescu vorgeschlagenen Änderungen ein, bisher erfolglos.

Präsident Basescu war im heurigen Mai durch eine Volksabstimmung im Amt bestätigt worden. Viele der Stimmen für den Präsidenten kamen dabei von der ungarischsprachigen Minderheit.

Die zentralrumänischen Verwaltungsbezirke Harghita (Hargita) und Covasna (Kovászna) werden überwiegend von den ungarischsprachigen Volksgruppe der Szekler bewohnt. In Rumänien leben insgesamt rund 1,5 Millionen Ungarn, die überwiegende Mehrheit im früher zu Ungarn gehörenden Siebenbürgen.