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Mi | 10.02.2010
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Adria Beteiligungs GmbH klagt Kroatien
Die österreichische Adria Beteiligungs GmbH hat am 15. Juni dieses Jahres ein Schiedsgerichtsverfahren gegen die Republik Kroatien eingeleitet.
Der Grund ist ein ehemaliges Joint Venture der Adria mit den staatlichen kroatischen Lotterien, die 50 Spielhallen und 3 Casinos in Kroatien betrieben.
Adria verlangt Entschädigung
Im Jahr 1992 wurde das Joint Venture von Kroatien aufgelöst. Seit 1994 streitet nun Adria um ihre Investitionen inklusive Gewinn-Entgang.

Es gehe dabei um 80 Mio. Euro, erklärte die Adria-Unternehmssprecherin, Gerlinde Wambacher-Culik, zur APA.
Mehr als 50% der Investitionen ausbezahlt
Die Adria Beteiligungs GmbH, die zu 100 Prozent im Besitz des Wiener Geschäftsmannes Gert Schmidt steht, habe bisher an die 4,4 Mio. Euro vom kroatischen Staat als Entschädigung für Investitionen erhalten.

Das Geld sei im Frühjahr dieses Jahres ausbezahlt worden. Die Investitionskosten der gemeinsam aufgezogenen Spielbetriebe hätten etwa 100 Mio. Schilling (7,27 Mio. Euro) betragen.
Verfahren könnte bis zu vier Jahre dauern
Die Adria will Schadensersatz wegen der Enteignung ihrer Konzession zum Betrieb von Casinos und Spielhallen in Kroatien durch die Tudjman-Regierung seit Beginn der 90er Jahren.

Die Kosten für das Verfahren wurden laut beauftragter Anwaltskanzlei mit 2,5 Mio. Dollar (1,87 Mio. Euro) veranschlagt, der Prozess könnte bis zu vier Jahre dauern.