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So | 19.05.2013
Belgrader Donauhafen.
26.6.2012
128 Jahre Haft für 14 Personen
Vierzehn ehemalige Angehörige der jugoslawischen Streitkräfte, der serbischen Territorialverteidigung und einer serbischen Freischärlergruppe sind am Dienstag von einem Belgrader Gericht zu insgesamt 128 Jahren Haft verurteilt worden.
Den Angeklagten war der Mord an mindestens 70 kroatischen Zivilisten im Oktober und November 1991 im ostkroatischen Dorf Lovas angelastet worden. Dorfeinwohner wurden unter anderem in ein Minenfeld getrieben, wobei 22 Personen ums Leben kamen. Ebenso viele Personen waren laut der Anklage in ihren Häusern ermordet worden. Andere Personen kamen in improvisierten Gefängnissen ums Leben.
Insgesamt 160 Jahre gefordert
Der erstangeklagte Ljuban Devetak kam mit 20 Jahren Haft davon, wie dies auch von der Staatsanwaltschaft gefordert worden war. Andere Mitangeklagte erhielten Strafen zwischen vier und 14 Jahren. Die Ankläger hatten Haftstrafen in der Höhe von insgesamt 160 Jahren gefordert.
Auch Goran Hadžić angeklagt
Die Geschehnisse in Lovas wurden 2004 auch in der Anklage gegen den einstigen politischen Chef der kroatischen Serben Goran Hadžić angeführt. Er wird sich wegen Kriegsverbrechen ab Mitte Oktober vor dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im einstigen Jugoslawien zu verteidigen haben.