Novak-Karall ruft zur Unterstützung auf

Die Geschäftsführerin des Kroatischen Zentrums in Wien Gabriela Novak-Karall hat im TV-Magazin „Dobar dan Hrvati“ die Bürgerinitiative der Europäischen Volksgruppen mit dem Titel „Minority SafePack“ vorgestellt.

Die dem Dialogforum der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) angehörende Novak-Karall rief dazu auf, die Bürgerinitiative zur Stärkung der Rechte der Europäischen Volksgruppen zu unterschreiben.

Gabriela Novak-Karall

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Die Geschäftsführerin des Kroatischen Zentrums in Wien Gabriela Novak-Karall

Hilfe der Mehrheitsbevölkerung nötig

„Ohne die Unterstützung der Mehrheitsbevölkerung werden wir die in Österreich notwendigen Unterschriften nicht schaffen“, sagte Novak-Karall im Studiogespräch mit Moderatorin Viktorija Palatin.

Sie sei aber zuversichtlich, dass die Bürgerinitiative erfolgreich sein werde. „Eine Unterschrift für den Minority SafePack kommt nicht nur den Minderheiten, sondern allen Menschen in der EU zu Gute. Die Volksgruppen sind diejenigen, die die auf Nationalstaaten basierende EU im Innersten verbinden“, so Novak-Karall in „Dobar dan Hrvati“.

Außerdem gebe es in Europa kaum ein Volk, dessen Angehörige sich in einem anderen Staat nicht in der Minderheit befänden. Am schwierigsten sei die Lage natürlich für jene Volksgruppen, deren Sprache in keinem anderen Land den Status einer Staatssprache genießt, so Novak-Karall.

Gabriela Novak-Karall

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Gabriela Novak-Karall im Studiogespräch mit Moderatorin Viktorija Palatin

13.500 und eine Million Unterschriften notwendig

Damit sich die Europäische Kommission und das Europäischen Parlament mit der Bürgerinitiatvie befassen, müssen bis April 2018 europaweit eine Million Unterschriften vorgelegt werden.

Darüberhinaus muss in zumindest sieben EU-Mitgliedsstaaten eine bestimmte Mindestanzahl von Unterschriften vorgelegt werden - in Österreich sind das 13.500.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich in Österreich ein eigenes Komitee mit dem Motto „Meine Sprache ist Teil der Vielfalt Europas“ formiert.

Logo Minority Safepack

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Unterschrift möglich auf Formular oder im Internet

In den nächsten Monaten soll dafür geworben werden, die Bürgerinitiative zu unterstützen - und zwar sowohl bei großen Volksgruppenevents wie dem Tag der kroatischen Jugend/ Dan mladine in Unterpullendorf/Dolnja Pulja oder dem Kroatischen Ball in Wien/Beč als auch durch öffentliche Statements von bekannten Persönlichkeiten.

Die Bürgerinitiative der Europäischen Volksgruppen „Minority SafePack“ kann man auf einem Formular oder im Internet unterschreiben. Um die Unterschrift leisten zu können, muss man sich mit dem Personalausweis oder dem Reisepass ausweisen.

TV-Spot der FUEN zum Startschuss der Minority SafePack Initiative

EUGH entschied für FUEN, gegen EU-Kommission

Erst im Februar 2017 hat der Europäische Gerichtshof entschieden, dass die EU-Kommission die Registrierung der Bürgerinitiative „Minority SafePack – one million signatures for diversity in Europe“ im Vorjahr zu Unrecht abgelehnt hatte.

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