3,5 Millionen Flüchtlingskinder gehen nicht zur Schule

Weltweit können mehr als 3,5 Millionen Flüchtlingskinder nach Angaben des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) nicht zur Schule gehen.

Dabei handle es sich um 1,5 Millionen Volksschulkinder und um zwei Millionen Kinder, die eigentlich weiterführende Schulen besuchen müssten, wie das UNHCR heute mitteilte.

Mangel an Lehrern, Klassenräumen & Schulmaterialien

Vor allem in ärmeren Gastländern mangele es an ausgebildeten Lehrern, Klassenräumen und Schulmaterialien. Weltweit gehen demnach 91 Prozent aller Kinder im Volksschulalter in eine Schule. Bei den Flüchtlingskindern sind es jedoch nur 61 Prozent. Mit höherem Alter der Flüchtlingskinder wird die Bildungssituation sogar noch schwieriger: Während 84 Prozent der Jugendlichen weltweit eine weiterführende Schule besuchen, sind es bei Flüchtlingen gerade mal 23 Prozent.

Bildung als Schlüssel für Integration

Dabei sei Bildung der Schlüssel für eine gelingende Integration, sagte Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe - der deutsche Partner des UNHCR. „Die Hälfte der mehr als 65 Millionen Flüchtlinge sind Kinder. Sie müssen die Chance bekommen, etwas zu lernen. Nur so können sie sich in ihren Gastländern integrieren und später beim friedlichen Wiederaufbau in ihren Heimatländern mithelfen.“

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