Lieder aus Terezin/Theresienstadt - 27.5.2018

In der Wiener Gesellschaft für Musiktheater präsentieren Reinet Behncke und Anna An „Lieder aus Terezin/Theresienstadt“ von Pavel Haas, Adolf Strauss, Viktor Ullmann und Ilse Weber.

Das Ghetto oder KZ Theresienstadt wurde nach der Besetzung der Tschechoslowakei durch Nazideutschland zunächst als Gestapo-Gefängnis und Transitlager errichtet. Ab 1942 wurden Jüdinnen und Juden, darunter viele prominente Künstlerinnen, Künstler und Intellektuelle nach Theresienstadt deportiert. Kulturelle Aktivitäten wurden als Zeichen des Widerstandes und Überlebenswillens entwickelt, und so entstanden dort bedeutende musikalische und andere Werke.

Lieder aus Terezin / Theresienstadt

Sonntag, 27. Mai 2018, 19.00 Uhr, Saal der Gesellschaft für Musiktheater, Türkenstraße 18, 1090 Wien

Als „Vorzeigelager“ missbraucht

Später wurden kulturelle Aktivitäten von der NS-Propagandamaschinerie missbraucht, um Theresienstadt – etwa gegenüber Delegierten des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes oder in einem Propagandafilm als „Vorzeigelager“ zu präsentieren. Die große Mehrheit jener Gefangenen, die die entsetzlichen Lebensumstände im Lager Theresienstadt überlebt hatten, wurden anschließend ins KZ Auschwitz-Birkenau und in andere Vernichtungslager deportiert und ermordet.

Vergessene Werke

Seit einiger Zeit wird den in Theresienstadt entstandenen und lange Jahrzehnte vergessenen Werken von Musikschaffenden wieder vermehrt Aufmerksamkeit gezollt. Um die Aufarbeitung und Verbreitung dieser Musik kümmert sich u. a. die Terezín Music Foundation.

Mit:

  • Reinet Behncke (Sopran)
  • Anna An (Klavier)

Eintritt: € 25,-

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