„Geteilte Geschichte. Viyana-Beč-Wien“ - bis 11.2.2018

Die Ausstellung „Geteilte Geschichte. Viyana - Beč - Wien“ zeigt Objekte und Materialien, die im Zuge des Projektes „Migration Sammeln“ 2015/16 zusammengetragen wurden, und gibt so Einblicke in den Alltag - sei es am Arbeitsplatz, in der Schule oder in der Freizeit - von Migrantinnen und Migranten.

Mit persönlichen Erinnerungen untrennbar verknüpft, erzählen oftmals profane Alltagsdinge die unterschiedlichsten Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse. Migrationsgeschichte wird so als Teil der Wiener Stadtgeschichte lesbar, heißt es in der Ankündigung zur Ausstellung.

Ayten Keskin (stehend erste von rechts) mit Kolleginnen in einer Strumpffabrik im 5. Wiener Gemeindebezirk, um 1970 - Schenkung von Ayten Keskin, 2015

Privat

Ayten Keskin (stehend erste von rechts) mit Kolleginnen in einer Strumpffabrik im 5. Wiener Gemeindebezirk, um 1970 - Schenkung von Ayten Keskin, 2015

Lebensgeschichten

Das Wien Museum will mit der Ausstellung „Geteilte Geschichte. Viyana - Beč - Wien“ nicht nur die Bedeutung der Zuwanderung unterstreichen, sondern insbesondere auch jene Personen, die bereit waren, dem Museum Objekte zu schenken und damit einen Aspekt ihrer privaten Geschichte zu teilen, zu würdigen, heißt es.

„Geteilte Geschichte. Viyana - Beč - Wien“

Ausstellungseröffnung, Mittwoch, 4. Oktober 2017, 18.30 Uhr, Wien Museum, Karlsplatz 8, 1040 Wien; Ausstellungsdauer bis 11.2.2018

Arbeitsmigration seit 1960er Jahren

Die Arbeitsmigration aus Jugoslawien und der Türkei hat Wien ab den 1960ern entscheidend geprägt und verändert. Mit den damaligen Anwerbeabkommen sollte es österreichischen Unternehmen ermöglicht werden, den akuten Arbeitskräftemangel kurzfristig auszugleichen.

Peter Mijatović (links) mit Kollegen auf einer Baustelle in Wien, um 1969 - Schenkung von Niko und Zorica Mijatović, 2016

Privat

Peter Mijatović (links) mit Kollegen auf einer Baustelle in Wien, um 1969 - Schenkung von Niko und Zorica Mijatović, 2016

Geplante Rückkehr verschoben

Viele Migrantinnen und Migranten kamen ihrerseits mit der Vorstellung, eine Weile in Österreich zu arbeiten, um sich später mit dem angesparten Geld eine bessere Existenz in ihrem Heimatland zu ermöglichen. Doch die Idee einer zeitlichen Befristung erwies sich in vielen Fällen als unrealistisch. Familienmitglieder zogen nach, Vereine wurden ins Leben gerufen, Geschäfte und Unternehmen von Migrantinnen und Migranten gegründet - und die geplante Rückkehr auf später verschoben.

Link: