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Experten |
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Gefahr eines zweiten Holocausts durch Iran
Die Gefahr eines zweiten Holocausts durch den Iran haben Experten in Wien bei einer Veranstaltung der Organisation "Stop the Bomb" anlässlich des 70. Jahrestages der Novemberpogrome diskutiert.
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Neben der Gefahr für Israel durch das iranische Atomprogramm wurde auch heftig über die Rolle des österreichischen Unternehmens OMV diskutiert, das ein Milliardenprojekt mit dem "antisemitischen Regime" verhandle. |
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"Die Gefährlichkeit des Regimes ..."
Stephan Grigat von "Stop the Bomb" ist besorgt über die derzeitige Situation im Iran: "Die Gefährlichkeit des Regimes resultiert aus der Kombination von apokalyptischer Märtyrerideologie, Antisemitismus und dem Streben nach Technologie für Massenvernichtung." Der Iran fordere seit Jahren die Vernichtung Israels, wobei nicht nur der derzeitige Präsident Mahmoud Ahmadinejad das Regime vertrete. Bei Ex-Präsident Mohammed Khatami, der als Reformer gilt, "schaut es nicht besser aus", so Grigat. Khatami hätte unter anderem einen französischen Holocaust-Leugner verteidigt.
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"Atomprogramm muss gestoppt werden"
"Das Atomprogramm des Iran muss auf alle Fälle gestoppt werden", meinte auch der Historiker und Vizepräsident der "Aktion gegen den Antisemitismus", Wolfgang Neugebauer. Zwar stehe seiner Meinung nach ein zweiter Holocaust nicht unmittelbar bevor, doch man müsse alles tun, damit die Möglichkeit eines solchen nicht real werde. Diplomatische Floskeln seien hierfür zu wenig.
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"Aber diesmal werden wir uns wehren"
Der Künstler Arik Brauer meinte, er wisse, was die Menschen in Israel denken: "Wir sind gefährdet von einem neuen Holocaust und das ist Realität. Aber diesmal werden wir uns wehren." Man müsse Israel zugestehen, sich angemessen verteidigen zu können. Wirtschaftssanktionen könnten das Regime in Teheran nicht bremsen, sondern vielmehr innerhalb der Region stärken, so der Künstler. Österreich und Deutschland sollten aber auch, "wenn es nichts nützt", vorsichtig sein - es wäre ethisch korrekt, wenn man gewisse Wirtschaftsbeziehungen sein lasse.
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"Die USA kaufen auch nicht nur Pistazien"
"Dass kein Land mehr mit dem Iran Geschäfte macht, ist illusorisch", sagte Livia Klingl, Journalistin der Tageszeitung "Kurier". Nicht nur Unternehmen aus Österreich würden Geschäfte mit dem Land machen, das über reiche Erdölvorräte verfügt. "Die USA kaufen zum Beispiel im Iran auch nicht nur Pistazien."
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Wachsamkeit
Marco Schreuder, Landtagsabgeordneter bei den Grünen, plädierte im Zusammenhang mit einem möglichen zweiten Holocaust für Wachsamkeit. "Es wäre aber ein falscher Weg, das die Wirtschaft erledigen zu lassen." Österreich, das aufgrund seiner Geschichte eine besondere Rolle einnehme, müsse innerhalb der EU ein Motor sein, damit die Union eine gemeinsame Linie finde, so Schreuder.
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Iran
Der Iran hatte in den vergangenen Jahren mehrmals mit antisemitischen Äußerungen und der Leugnung des Holocausts internationalen Protest hervorgerufen. Das Regime anerkennt den jüdischen Staat Israel bis heute nicht.
Israel und die USA werfen Teheran vor, an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. Die iranische Führung versichert dagegen, dass sie mit der Urananreicherung ausschließlich zivile Zwecke verfolge.
Anders als Israel, das als einziger Staat im Nahen Osten über Atomwaffen verfügt, hat der Iran jedoch den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet.
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