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Auszeichnung fürs Sichtbarmachen
Die Leopoldstädter Grünen haben gestern Abend die Wissenschaftlerin und Antirassismus-Aktivistin Verena Krausneker als "Frau des Jahres 2006" gewürdigt.
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"Die Gebärdensprache sichtbar zu machen und den Rassismus in Österreich sichtbar zu machen" zählt zu den Verdiensten von Verena Krausneker, wie die Nationalratsabgeordnete der Grünen, Terezija Stoisits, in ihrer Laudatio hervorhob.
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Engagement |
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Für Gebärdensprache & Antirassismus
Bereits während ihres Studiums engagierte sich die Sprachwissenschaftlerin nicht nur für die Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache, sondern war auch Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied in der in Österreich einzigartigen Antirassismus-Institution ZARA - Zivilcourage und Antirassismus-Arbeit. Fünf Jahre lang hat sie auch den so genannten Rassismus-Report verfasst. Im letzten Jahr hat sie ihre Tätigkeit bei ZARA zurückgelegt, und zwar weil ihr der "Idealismus ausgetrieben wurde", wie sie selbst in einem Artikel betonte.
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Österreichische Gebärdensprache |
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Verdienste um Anerkennung
Stoisits ging unter anderem auf Krausnekers Verdienste für die Anerkennung der Österreichischen Gebärdensprache als eigenständige Sprache im Artikel 8, Absatz 3 der Bundesverfassung ein: "Eine ihrer wesentlichen Aufgaben in diesem Engagement war es so etwas wie ein Bindeglied zu sein, zwischen jenen, die für die Anerkennung der Gebärdensprache als österreichische Sprache gekämpft haben und gehörlos sind sowie jenen, bei denen man lobbyieren muss". Krausneker ist unter anderem die einzige Hörende im Vorstand des Österreichischen Gehörlosenbundes (ÖGBL). "Das ist ziemlich bemerkenswert", so Stoisits, "denn aus welchem Grund sollte man eine Hörende in den Vorstand aufnehmen, nämlich nur dann, wenn es eine außergewöhnliche Persönlichkeit ist, und das ist sie".
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Auszeichnung durch "Leopoldine"
Die Verbindung zwischen dem einen und anderen Engagement, das Krausneker über die Jahre ausgezeichnet hat, habe schließlich die Grünen der Leopoldstadt dazu gebracht hat, sie am Internationalen Tag der Frauen zur "Frau des Jahres 2006" zu machen. Als Würdigung erhielt Krausneker - die damit die sechste Preisträgerin dieser Art ist - einen mit 1.100 Euro dotierten Preis sowie die Statue der "Leopoldine". |
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"Gesellschaft zu einer gerechteren machen"
In ihrer Dankesrede rief Krausneker all jene Menschen in Erinnerung, "die gegenwärtig viel riskieren, ihre Kinder zurücklassen, auf persönliches Fortkommen verzichten und gegen allergrößte Bedrohung und Widerstände dasselbe tun", was auch ZARA tue, nämlich "die Gesellschaft zu einer gerechteren machen".
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"Heimat, fremde Heimat" bringt am Sonntag ein Portrait von Verena Krausneker.
Heimat, fremde Heimat
Sonntag, 12. März 2006, 13.30 Uhr, ORF 2 |
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Tatjana Koren, volksgruppen.ORF.at
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